Programm-Vorschau

Di 31.5. – "KLAPPRAD-ABENTEUER" von Martin Renius
 
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KLAPPRAD-ABENTEUER – Martin Renius erzählt
 
Länder wie Libanon, Armenien oder Ruanda sind keine klassischen Urlaubsziele. Mit einem kleinen Klapp-Fahrrad und Minimalgepäck fuhr der Erfurter Martin Renius in den letzten Jahren durch diese und viele andere Länder, war vor allem im Nahen Osten und Afrika unterwegs. Von seinen Abenteuern berichtet der Lebenskünstler mit Fotos und Anekdoten.
Martin Renius betreute bis zuletzt über viele Jahre den Sound für Cluesos Live-Konzerte und nahm sich in Tourpausen immer wieder Auszeiten, um die Welt zu bereisen. Dabei initiierte er unter Anderem ein überaus erfolgreiches Kultur-Zentrum in Ruanda.
 
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Einlass: 19:30
Beginn: 20:15
Eintritt: 6€/4€ ermäßigt
Fr 3.6. - IMPROVISIERTES THEATER
 
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mit Buntwäsche 60°C aus Erfurt.

Beim Improvisationstheater entsteht Theater aus dem Quasi-Nichts, das uns alles bedeutet: Ohne Textbuch, Regisseur und Bühnenbild werden die Vorgaben des Publikums zu aufregenden Geschichten mit abstrusen Charakteren und unvorhergesehenen Wendungen verwoben.

Mittlerweile haben wir abwechselnd drei Gruppen zu Gast. Rababakomplott aus Jena, Buntwäsche 60°C aus Erfurt und Öde & Schriller aus Weimar. Jede Formation erzählt und spielt komplett auf ihre Weise einzigartig. Deshalb ist es ratsam, jede Gruppe einmal gesehen zu haben!

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Einlass: 19:30
Start: 20:15
Eintritt: 8€/5€ ermäßigt (Tickets hier – jetzt auch online und bei der Tourist Information)
Sa 4.6. – KULTUR FLANIERT
 
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KULTUR FLANIERT
 
"Am 04. Juni ab 10 Uhr bis 22 Uhr wird Erfurt zu einem kulturbunten Fest der Soziokultur. Flaniert durch die Stadt und entdeckt neue Orte! Verteilt in der Stadt stellen sich kulturelle Räume mit einem vielfältigen Programm vor. 
Also hereinspaziert in die Häuser, wo junge Kultur in Erfurt entsteht.

Hier findet ihr die diesjährigen Teilnehmer und ihre Programme: http://bit.ly/21Z8hTH"

Unser Programm:

11 Uhr:
Schülerkonzert von Philipp Hermann (Klavier) & Nele Hartig (Gesang)

ab 13 Uhr:
• Spielenachmittag (diverse Spiele vorhanden)
Open Turntables (bringt eure Lieblingsplatten mit und legt sie auf)
• DJ Workshop (Du wolltest schon immer mal wissen, was die ganzen Knöpfe da machen? Frag nach!)
 
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Eintritt frei
So 5.6. – JAZZY SUNDAY mit SOPHIE GROBLER

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SOPHIE GROBLER 

Sophie Grobler - Gesang
Marco de Vries -  Gitarre
Matthias Eichhorn - Kontrabass/Cello
Dominique Ehlert - Schlagzeug
 
Dem Debütalbum „Ideal“ der vierköpfigen Band rund um die Sängerin SOPHIE GROBLER merkt man die Kraft an, die es braucht, auf immer neuen Wegen zueinander zu finden.

Über drei Jahre produzierten, verwarfen und eroberten sich die Sängerin und ihre Band eine ganz eigene Vorstellung von Musik. Und das ist das Besondere der Songs von SOPHIE GROBLER: Es gibt keine Klischees, keine Parolen, keine ausgetretenen Pfade. Fernab von makellosen Idealbildern singt Sie vom kleinen Glück, von der Suche nach einem persönlichen Ideal, darüber, wie man es findet, aber auch über die Angst, auf dem Weg dorthin zu scheitern.

Der Stimme von SOPHIE GROBLER hört man auf der Bühne all das an: Sehnsucht, Dringlichkeit und Zweifel. Immer wieder gelingt es ihr einen Raum zu schaffen, der jede Grenze zwischen Publikum und ihrem Gesang aufbricht. Dabei bleibt die Musik bemerkenswert vielschichtig. Seien es die in zwei Sprachen verfassten Texte, oder die stilistische Aufgeschlossenheit, die von eingängigen, poppigen Stücken, über elektronische Elemente bis hin zu offenen Jazz-Interpretationen reicht.

Gitarrist Marco de Vries, Schlagzeuger Dominique “Gaga” Ehlert und Kontrabassist Matthias Eichhorn erzeugen dazu einen Puls, der mitreißt, aber nie aufhört auf der Suche zu sein.

Dem Debütalbum "Ideal" der vierköpfigen Band rund um die Sängerin SOPHIE GROBLER merkt man die Kraft an, die es braucht, auf immer neuen Wegen zueinander zu finden. Über drei Jahre produzierten, verwarfen und eroberten sich die Sängerin und ihre Band eine ganz eigene Vorstellung von Musik. Und das ist das Besondere der Songs von SOHPIE GROBLER: Es gibt keine Klischees, keine Grenzen, keine ausgetretenen Pfade. Fernab von makellosen Idealbildern singt Sie vom kleinen Glück, von der Suche nach einem persönlichen Ideal, darüber, wie man es findet, aber auch über die Angst, auf dem Weg dorthin zu scheitern.

Der Stimme von SOPHIE GROBLER hört man all das an: Sehnsucht, Dringlichkeit und Zweifel. Überhaupt ist die Musik auf diesem Album bemerkenswert vielschichtig. Seien es die in zwei Sprachen verfassten Texte, die stilistische Aufgeschlossenheit, die von eingängigen, poppigen Stücken, über elektronische Elemente bis hin zu offenen Jazz-Interpretationen reicht, oder die wunderbar eigenwillige Phrasierung der Sängerin. Gitarrist Marco de Vries, Schlagzeuger Jan Roth und Kontrabassist Matthias Eichhorn erzeugen dabei einen Puls, der mitreißt, aber nie aufhört auf der Suche zu sein.

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Einlass: 19:30
Beginn: 20:15
Eintritt: 8€/5€ ermäßigt
Fr 10.6. – Live: THE BURNING HELL & freschard

Präsentiert von taz.die tageszeitung, Flux Music, ByteFM und Popfrontal:

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THE BURNING HELL (Kanada)
Website

"Wenn also so die Hölle aussieht, dann sind wir echt ganz eindeutig auf dem richtigen Weg." -VICE Magazin

THE BURNING HELL ist das Alter Ego des kanadischen Songwriters Mathias Kom. Um ihn herum scharte sich seit 2007 eine zunächst lose, handverlesene Gruppe von Musikern, mittlerweile, seit ihrem 2013er Album "People" (BB*ISLAND/Cargo) hat sich daraus eine feste Band geformt. Kom sprechsingt (oder ist das schon Rap?) in schönstem Bariton, und gibt damit klar den Rhythmus der Songs vor. Musikalisch ist das eine Art Folk-Pop-Indie-Rock, in klassischer Rockbesetzung, inklusive leadgitarrist. Ein charakteristisches Extra beim Sound von The Burning Hell ist Ariel Sharratt's Klarinette.

Das INTRO Magazin hat es mal als "Rumpel-Indie-Stadionrock und Schokokuss-Armageddon" beschrieben, und meint weiter: "Früher nannte das die Regierung Schröder noch Antifolk. In jedem Fall hat man es hier mit einer fantasievollen Haus-Party zu tun, die vom Geist der beteiligten Künstler (..) sehr gut lebt." 

Die Texte, wundersam-poetisch und humorig, sind voll scharfsinniger Beobachtungen, "a lesson in wit and nuance" urteilt das englische UNCUT Magazin. Und die Kollegen von Q nennen Kom einen People's Poet, mit einer Weltsicht, die uns wissen läßt, daß gelegentlich auch die Guten gewinnen. Ein charakteristisches Extra gibt's auch bei den Texten: immer wieder auftauchende Pop(star)referenzen - ob diesmal Jean Beaudrillard mit Public Enemy rappt, Elvis Presley Hand in Hand mit Michael Jackson im moonwalk-modus dem Ende zustrebt, oder ein nahezu vergessenes one-hit-wonder wie Men Without Hats als Katalisator jugendlicher Pop-Initiation herhält. 

Seit den Anfängen touren sie ausgiebig, spielen mit großem DIY-Ethos in Wohnzimmern, Bars, Clubs oder einer Nervenheilanstalt in der französischen Provinz. Selbst einen Weltrekordversuch haben sie hinter sich: 10 Konzerte in 10 Ländern innerhalb von 24 Stunden.

Seitdem THE BURNING HELL 2010 mit einem der ersten Konzerte unserer Bühne eingeweiht haben, ist sie eine unserer Lieblings-Live-Bands. Wer Ausstrahlung von Mathias Kom – dem Kopf der Gruppe – einmal erlebt hat, weiß, wovon wir sprechen.

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Support: FRESCHARD (Frankreich)
 
Mit FRESCHARD wuchs auf einer Farm im französischen Burgund auf. Bereits mit zwölf organisierte sie ihre ersten Konzerte in der Scheune. Mit 18 war es Zeit, in die große Stadt, nach Paris zu ziehen, wo sie Torten und Kuchen für ein Café backte. Ihr damaliger Stammgast war der lokale Musiker André Herman Dune schrieb einige Songs für FRESCHARDs erste EP. 
Obdachlos in Paris, kratzte sie ihre letzten Ersparnisse für ein Ticket nach New York zusammen und landete letztlich in Berlin. Hier hat sie – eine EP und 5 Alben später – mit ihrem französischem Akzent nicht nur eine zartschmelzende Version von Freak-Folk entworfen, sondern arbeitet als Tontechnikerin und beteiligt sich an diversen Projekten, wie einer Calypso-Band oder einem Quartett mit Ariel & Mathias von The Burning Hell.
 
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Einlass: 19:30
Beginn: 20:15
Eintritt: 14€/10€ ermäßigt
Vorverkauf: 10€ (Tickets hier)
Di 14.6. – Lesung: ALEXANDER HACKE
 
In Zusammenarbeit mit tl_files/mehlhose_mp/BILDER/Programm/hugendubel_kl.png Erfurt.
 
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ALEXANDER HACKE (Einstürzende Neubauten) liest 
"Krach"
 
Krach ist Autobiografie und Memoire eines Ausnahmemusikers und Zeitzeugen der Berliner Untergrund-Musik-, Kunst und Filmszene. Vom genialen Dilettanten, der die Schule hinschmiss, um seinen Traum zu leben, hin zum Ausnahme-Autodidakten, der als Musiker und als Komponist von Filmmusik in der Hochkultur angekommen ist, ohne seine Lust auf Neues und Abwegiges aufzugeben – so ließe sich die Karriere von Alexander Hacke in einem Satz umschreiben. Aber Hackes bisheriges Leben war weit ereignisreicher, die Menschen, die ihn auf einzelnen Stationen begleiteten, spannender, die Einflüsse, denen er sich aussetze, inspirierender, als diese kurze Beschreibung glauben machen lässt. 

Und deshalb erzählt Hacke seine Geschichte am besten selbst: Krach berichtet von den Anfängen im Milieu der Kreuzberger Hausbesetzer und Punkrockgruppen und dem Aufstieg der Einstürzenden Neubauten ebenso wie von Hackes Zeit mit Christiane F., dem Mauerfall und den drastischen Veränderungen, die mit den Wendejahren über die vormals elitäre Enklave Westberlin hereinbrachen. Er verbindet in seinem Buch persönliche Erinnerungen an eine der aufregendsten Subkulturen der Welt mit Anekdoten und Begegnungen aus und in aller Welt.

ALEXANDER HACKE wurde 1965 in Berlin geboren und ist Musiker, Produzent und Komponist. Er ist Mitglied der Einstürzenden Neubauten und veröffentlicht daneben auch als Solomusiker und spielt in verschiedenen Bands, u.a. mit seiner Frau, der Musikerin und Künstlerin Danielle de Picciotto. Zudem komponiert Hacke sehr erfolgreich Film- und Theatermusik, u.a. für die Filme von Fatih Akin.

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Einlass: 19:30
Beginn: 20:15
Eintritt: 12€/9€ ermäßigt (Tickets hier)
Fr 17.6. – Live: GUY ONE & THE POLYVERSAL SOULS

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GUY ONE & THE POLYVERSAL SOULS (Ghana/Deutschland)

„Weissenfeldts Band schafft das Abenteuerliche: eine Fusion afrikanischer, karibischer und europäischer Musiken. Ein Miteinander von Jazz und Folk, ohne dass auch nur eine Sekunde irgendein schreckliches Weltmusik-Klischee aufblitzen würde."
– Tagesspiegel

„Da passt die ganze Welt rein.”
– Die Zeit

„This is a monster record.“
- KPFK Los Angeles, USA

„Tremendously authentic.“
- Greg Vickers, Canada

„Big music“
- Dj Dayo, Nigeria
 
THE POLYVERSAL SOULS wurden von dem umtriebigen Schlagzeuger Max Weissenfeldt* gegründet und vereint eine unzählige Vielfalt von Einflüssen aus aller Welt zu seiner Vorstellung von "21st century global raw soul".

Bei einer Reise durch Algerien und zwei Tourneen durch Ghana, die dort sogar im Fernsehen übertragen wurden, entwickelte sich die Zusammenarbeit mit dem dortige Kologo-Superstar GUY ONE. Nach einer ausgiebigen Afrika-Tour im Mai, machen die POLYVERSAL SOULS mit ihm auch bei uns halt. "Ein Vorbild für globale Kultur" meint die Bundeskulturstiftung.
 
*Max Weissenfeldt mag sein Schlagzeug durch die Welt getragen haben, aber dabei hat er nie seine wahre Liebe für soulige Grooves aus den Augen verloren, die ihm letztlich phänomenale Kollaborationen bescherte: unter Anderem die Arbeit an Dr. Johns Grammy-ausgezeichneten "Locked Down" oder Lana Del Reys "Ultraviolence", die beide von Max' Riesenfan Dan Auerbach (The Black Keys) produziert wurden.
Lange vorher – in den 90ern – war Max Mitglied der Poets of Ryhthm. Die Münchner belebten den rohen Funk der 60er & 70er lange vor etwa Sharon Jones & The Dap Kings, Aloe Blacc, Amy Winehouse und schoben somit die Retro-Soul-Welle an. 
 
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Einlass: 19:30
Beginn: 20:15
Abendkasse: 15€/12€ ermäßigt
Vorverkauf: 12€ (Tickets hier)
Di 21.6. - FÊTE DE LA MUSIQUE
 
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La Fête de la Musique, dieses Fest der Musik, findet alljährlich am 21. Juni zum Sommeranfang in 340 Städten weltweit statt. Es soll die unmittelbare Begegnung mit Musik unterschiedlicher Stilrichtungen ermöglichen und neues Publikum gewinnen. Die teilnehmenden Musikerinnen und Musiker treten ohne Honorar auf. Die Veranstaltungen sind öffentlich, eintrittsfrei und ohne kommerzielle Absichten. Veranstaltungsorte sind die Straßen, Plätze und Bühnen der Erfurter Altstadt.

Unsere Bühne bauen wir direkt vor der Tür auf. Dazu gibt es wie jedes Jahr viele viele Extras!

Live:
FRIEDERIKE
LOTUS YOONA
FAROUL
ADAMA & SARA

DJs:
O.J. MOBLEY
FOAMY

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Von 16-21 Uhr
Vor der Tür
Eintritt frei
4.7. bis 9.7. – 3. FRANZ MEHLHOSE FERIEN BAND PROJEKT
 

Habt ihr Lust eine Woche unter Anleitung von erfahrenen Musikpädagogen eure eigenen Songs zu komponieren?

FRANZ MEHLHOSE ruft alle musikbegeisterten Schulkinder auf, am FERIEN BAND PROJEKT mitzuwirken - dabei spielt Erfahrung keine Rolle. In kleinen Gruppen könnt ihr gemeinsam den Spaß am Musizieren entdecken! Die Workshop-Woche findet in Proberäumen der Musikschule Fränzel 2x2 Stunden pro Tag unter Anleitung von renommierten Musik-Schaffenden statt. Am Ende tretet ihr mit eurer Band bei FRANZ MEHLHOSE vor euren Fans auf.

Schon die ersten Beiden ausgebuchten FERIEN BAND PROJEKTE waren große Erfolge. Zum Abschlusskonzert präsentierten die Kinder selbst komponierte Lieder, hinterließen ein tosendes Publikum und gaben – auf Grund der großen Nachfrage – Autogramme.
 
Mit dabei sind:
ALAA ZOUITEN (Arabische-Laute-Spieler aus Marokko)
DAVE DANIEL BÖNSCH (u.a. Bass bei Lilabungalow)
ROBERT „ARPEN“ SEIDEL (u.a. Keys bei A Forest / Filmmusik)
MARTIN RÖDIGER (u.a. Album-Produktion & Tontechnik Clueso)
MARIA ANTONIA SCHMIDT (Sängerin bei Chapeau Claque)
 
Mehr Informationen zu den Workshop-Leitern gibt es hier
 
ANMELDUNG unter:
info(at)franz-mehlhose.de
(Wir akzeptieren den Bildungsgutschein)
 
RÜCKFRAGEN an:
0361 / 56 60 203

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Das Abschluss-Konzert am Samstag den 9.7. ist öffentlich: 10€ pro Gast (Kinder kostenlos)
Beginn: 18:00
Sa 9.7. – Live: FERIEN BAND PROJEKT Abschluss-Konzert
 
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Nachdem wir beim diesjährigen FERIEN BAND PROJEKT fleißig die ganze Woche Songs ausgedacht und einstudiert haben, präsentieren euch die drei Bands öffentlich das Ergebnis. Außerdem zeigen wir eine kleine Dokumentation der Woche. Schon letztes Jahr zeigten die Kinder an dem Abend ein erstaunliche und unterhaltsame Show – die sie selbstständig moderierten.

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Einlass: 17:30
Beginn: 18:00
Eintritt: 10€ an der Abendkasse
So 4.9. – JAZZY SUNDAY mit dem ROBERT FRÄNZEL QUARTETT
 
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Das Quartett um den Erfurter Saxophonisten ROBERT FRÄNZEL spielt seit 2010 in wechselnder Besetzung. Gemeinsame Basis ist die Leidenschaft für die Sprache des Jazz und deren spontane Interaktion - Funk, Blues und Soul – das sind die bestimmenden Farben, in denen Jazz-Klassiker oder die Eigenkompositionen Robert Fränzels und seiner Mannen präsentiert werden. Geprägt durch Tourneen mit dem norwegischen Singer-Song-Writer Al DeLoner oder der brandenburgischen Kultband „Keimzeit“ und seine Erfahrungen als Studiomusiker, Big-Band Leiter, Komponist und Arrangeur erweist er seiner Heimatstadt Erfurt mit energetischer und gelebter Livemusik die Ehre.
 
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Einlass: 19:30
Start: 20:15
Eintritt: 8€/5€ ermäßigt
Fr 9.9. – Live: BLACK OAK

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BLACK OAK (Niederlande)
 

BLACK OAK ist die neue Band von Geert van der Velde (The Black Atlantic) und Thijs Kuijken (I am Oak) und bei Lichte besehen war es nur eine Frage der Zeit, bis diese beiden niederländischen Ausnahme-Songwriter irgendwann einmal gemeinsame Sache machen. 

Durch seine mehrmaligen Besuche mit The Black Atlantic hat Geert bereits hunderte Fans bei uns gefunden. I Am Oak wollten wir immer mal einladen, was aber nie so recht geklappt hat. Nun – die perfekte Gelegenheit!

Ihr gemeinsames „Equinox" versteht sich als modernes Akustik-Pop Album, das mit jeder Note zeitlosen Songwriter-Folk atmet und musikalisch sowohl verspielt, als auch ungemein intuitiv und simpel gehalten ist. Wo andere Kollegen bei Kollaborationen Egos und Ellenbogen ausfahren, haben die beiden befreundeten Musiker das Beste aus ihren Songwriting-Skills zusammengeworfen und ohne überbordenden Pathos nach oben hin verdrahtet. Bandname wie Albumtitel steht dafür Pate.

Je mehr man schließlich den Details und Staffierungen dieser kleinen, sowohl in der britischen als auch amerikanischen Folk-Tradition beheimateten Liedern nachstöbert, desto tiefer möchte man sich am Ende in ihnen verlieren. Als ob man hinter Glühwürmchen in einen lauen Abend hineinstolpert und wenn man doch einmal fällt, gottlob auf dichtem, kühlen Moos aufsetzt. Und dann sind da noch diese Stimmen! Kuijkens and van der Veldes Timbres greifen so sanft, so souverän und mühelos ineinander, dass man ganz vergessen könnte, dass es sich hier um ein Debütalbum handelt. „Equinox" klingt warm und versöhnlich, gleichsam aber auch tieftraurig und irgendwie mystisch vernebelt. Ständig kreuzen sich aufschwingende, mäandernde Gitarrenlinien, die durch samtene Gesangsharmonien eingefangen und immer wieder neu justiert werden. Eine verwunschene Welt aus Harmonien, die fast schon ein wenig meditativ ist. Die an die Fleet Foxes erinnernde Vintage-Produktion von Matthijs Herder ist daran sicherlich nicht ganz unschuldig.

Am Ende dann steht man dann tief beglückt und muss lächeln. Denn die uralte Weisheit des Rock and Roll hat wieder einmal gegriffen: Manchmal braucht es eben nur zwei Typen mit ihren verbeulten Gitarren, um zeitlose, perfekt geschliffene Songs und somit ein verdammt gutes Album hinzubekommen.
 
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Einlass: 19:30
Beginn: 20:15
Abendkasse: 14€/10€ ermäßigt
Vorverkauf: 10€ (Tickets hier)
Sa 24.9. – Live: DANIEL NORGREN

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DANIEL NORGREN (Schweden)

„Wenn er spielt, dann löst sich der Knoten und man muss sich festhalten, denn was dort aus dem Mittzwanziger herauskommt ist Blues, der so authentisch ist, dass einem das Herz blutet.“
– laut.de

2013 hat DANIEL NORGREN einen so bleibenden Eindruck hinterlassen, wie kein Zweiter – ein unvergessliches Konzerterlebnis. Kein Wunder, dass sein Name am Häufigsten in den "Bitte-unbedingt-wieder-buchen"-Wünschen. unserer Gäste auftauchte.

DANIEL NORGREN spielt zeitlosen Blues, der einem die amerikanischen Südstaaten in den Kopf ruft. Er singt wie ein junger Tom Waits oder Van Morrison, voller Inbrunst und Gefühl.

Die Kreativität und der Ideenreichtum des Schweden sind scheinbar unerschöpflich. Seine Liebe zum Basteln lebt er nicht nur an seinem Auto "Buck" aus. Seine selbstgebauten Synthesizer und Instrument-Neuschöpfungen aus alten Autoteilen und Matratzen präsentiert er stolz der Facebook-Gefolgschaft. Nachdem im April 2015 sein fünftes, von den Kritikern gefeiertes Album „Alabursy“ veröffentlicht wurde, erschien im Oktober 2015 bereits sein nächstes Meisterstück. 

„The Green Stone“ ist Daniels vielleicht intimstes Werk - ein sehr persönlicher, fast kontemplativer Songzyklus. Daniel singt über Menschen, die er liebt und vermisst, und über Landschaften und Orte, die ihm viel bedeuten. Neben Gitarre und Klavier verwendet DANIEL NORGREN diesmal auch einige rare und alte Heimorgeln, um diesen ganz speziellen Sound der Innigkeit und Zurückgezogenheit zu erreichen. Der Blues war schon immer seine Berufung, aber nun löst sich Norgren mehr und mehr von den amerikanischen Traditionen und erschafft seine ganz eigene Form beseelter und leidenschaftlicher Musik. Seine Konzerte sind Ausdruck dieser neuen musikalischen Kraft, in der Verbindung der ungemein erdigen Ursprünglichkeit seiner Live-Band und der emotionalen Dringlichkeit in seinem Gesang. 

Wo er bei seinem letzten Konzert bei uns noch Schlagzeug und Gitarre parallel bediente, reist er diesmal mit kompletter Bandbesetzung an. Wir können es kaum erwarten, diesen Ausnahme-Musiker wieder bei uns begrüßen zu dürfen!
 
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Einlass: 19:30
Beginn: 20:15
Abendkasse: 18€/15€ ermäßigt
Vorverkauf: 15€ (Tickets hier)
Fr 14.10. – Live: MALKY
 
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MALKY (Bulgarien/Ungarn/Leipzig)
 
"Eine kleine Sensation" 
– Tagesspiegel

"Nicht von dieser Welt, dieses Album"
- Deutschlandradio Kultur

"Album der Woche. Eine kleine Sensation made in Germany."
– radioeins

"Ein Plädoyer für Neustart und Eigensinn. Ein ermutigendes Album“ 
– ZEIT Online

MALKY, das ist Bulgarisch und heißt so viel wie „kleiner Junge“. Hinter dem Namen stecken Sänger Daniel Stoyanov und Keyboarder und Produzent Michael Vajna. Mit MALKY suchen sie den Weg zurück in die eigene Kindheit, zu einer längst vergessenen Wahrhaftigkeit. Ihr Sound zwischen Pop und Soul ist eingängig und herausfordernd, naiv und mutig. Er besitzt eine dunkle Melancholie, ist tief, geht unter die Haut. MALKY kommen aus Leipzig. Und sind doch nicht von hier. 

Der Balkan und die Sehnsucht nach der Heimat verbinden die beiden. Sie sind ein unzertrennliches Team – Brüder im Geiste, die sich so vertraut sind, dass sie nicht viele Worte brauchen. Sie wissen, was der andere denkt. Zusammen schreiben Daniel und Michael Songs für verschiedene deutsche Pop-Größen, doch die Arbeit für andere Künstler wirft auch Fragen nach dem eigenen Lebensmodell auf. Es muss mehr geben als die Fließband-Produktion von charttauglichem Material. Sie verzichten bewusst auf große Effekte, beweisen Mut zur Lücke. Was bleibt, ist Popmusik mit Tiefe, geschult an Motown und den Beatles genauso wie an zeitgenössischer Elektronik.

Mit ihrem Debütalbum „Soon“, das im Sommer 2014 auf dem bandeigenen Label Eighty Days Records erschien, sorgten Malky für euphorische Reaktionen von Presse und Fans und wurden vom Verband der Deutschen Independent Labels (VUT) mit dem „VUT Indie Award“ in der Kategorie „Bestes Album“ ausgezeichnet. In der Folge spielte die Band zwei fast gänzlich ausverkaufte Tourneen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und profilierte sich zudem mit Konzerten und Festival-Auftritten in Frankreich, Benelux, Skandinavien, Polen und den USA auch auf internationalem Parkett als sensationelle Live-Band.
 
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Einlass: 19:00
Beginn: 20:00
Abendkasse: 23€/18€ ermäßigt
Vorverkauf: 18€ (Tickets hier)
Fr 28.10. – Live: VON WEGEN LISBETH & faber

Präsentiert von Detektor.fm, Intro, SCHALL Magazin, TAZ – die Tageszeitung, Musikblog & Tape.tv:

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VON WEGEN LISBETH (Deutschland)
 
Als „aufstrebende Berliner Indie-Band“ werden sie gern von der Presse betitelt. Das kann so nicht ganz korrekt sein, schließlich müssten sie dazu möglichst aus Großbritannien, Australien oder wenigstens Mühlheim an der Ruhr nach Berlin gezogen sein, um nach drei Monaten Berghain auf Labelkosten zwar völlig unzurechnungsfähig, dafür aber „total angekommen“ zu sein in dieser „totally inspirierenden“ Stadt. Die fünf Jungs von Von Wegen Lisbeth sind glücklicherweise ungewöhnlich anders. Kein Andreas Bourani. Kein Becks Ice. Kein Döner außerhalb von Berlin. Eher so Bärwaldpark.

VON WEGEN LISBETH selbst bezeichnen ihre Musik als Indie-Pop. Größtenteils wohl, weil sich dahinter alles verbergen kann. Wie soll man deutschsprachige Musik denn auch nennen, zu der neben der klassischen Gitarre-Schlagzeug-Bass-Instrumentierung auch ein Regenbogenachttästler (buntes Metallophon, empfohlen ab drei Jahren, Wert 2,50€), ein japanisches Omnichord (elektrische Harfe) oder eine Steeldrum (vergleiche: chinesische Wokpfanne) gehört? Dazu die feinsinnigen Texte von Sänger Matze, stets irgendwas zwischen bitterer Ironie, Großstadtmelancholie und brutaler Punchline. Außerdem immer entlarvend pointiert - und natürlich immer über Mädchen.

In den frühen Nullerjahren gründete sich die Band um ihre Mitglieder Matze (Gitarre/Gesang), Doz (Gitarre), Julian (Bass), Robert (Synthie) und Julian (Schlagzeug). Damals spielten sie noch Punk. Später fanden sie heraus, dass die Mädchen zu Ska lieber (und nackter) tanzten, sattelten anschließend auf Game-Boy-8-Bit-Musik um, bevor sie sich schließlich auflösten (weil man das halt so macht, siehe auch: Bar-25-Closing-Party), um nun die deutsche Musikszene aufzumischen.

Nachdem VON WEGEN LISBETH in ihrer Heimatstadt jeden noch so dreckigen Club bespielt hatten, wollten sie raus in die große, weite Welt. Ähnlich wie Frodo Beutlin, der plötzlich Besuch von Gandalf bekommt, fanden die Jungs es zwar im heimischen Berlin ganz gemütlich, ließen sich aber schließlich von AnnenMayKantereit dazu überreden, als Support mit den Kölnern quer durch die Republik, Österreich und die Schweiz zu touren. Neben einigen unvergesslichen Konzerten, von denen die meisten jedoch dank Freigetränken letztendlich doch vergessen wurden, erspielte sich die Band eine beträchtliche Fangemeinde. So ging es nach zahlreichen Festivals schließlich im Herbst 2015 auf die erste eigene Tour, 2016 folgt unter anderem eine Support-Tour für die Deutsch-Rock-Legenden von Element Of Crime sowie das Albumdebüt „GRANDE“.

Man könnte fast meinen: Schade, dass mein einstiger Geheimtipp jetzt angeblich die nächste große Indie-Hoffnung ist. Alles größer. Alles professioneller. Alles fremdbestimmt. Von Wegen Lisbeth wollten sich aber noch nie sagen lassen, was sie zu tun oder zu lassen haben. So produzieren die fünf ihre Videos am liebsten immer noch selbst und schaffen dabei ganz ohne Retro-Filter und Street-Art-Ruinen-Hintergrund kleine Kunstwerke. Das Bühnenbild wird trotz eines Major-Label-Vertrags selbst zusammen gezimmert, die T-Shirts selbst designed und gesiebdruckt. Alles beim Alten also. Immer noch handgemachte Musik. Und definitiv immer tanzbar.
VON WEGEN LISBETH wird 2016 definitiv GRANDE! 
Text: David Starck
 
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Support: FABER (Schweiz)
Video ("Züri")
 
Er ist jung, sein Name ist „Faber“ und seine Helden sind charmante Verlierer. Fabers Texte sind bitterbös und seine Melodien voller Sehnsucht. Sophie Hunger hat den Singer-Songwriter unter ihre Fittiche genommen. Dabei hatte er ihr nur ein einziges Lied vorgesungen ...
 
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Einlass: 19:30
Beginn: 20:15
Abendkasse: 17€/14€ ermäßigt
Vorverkauf: 14€ (Tickets hier)
Fr 11.11. – Live: L'AUPAIRE
 
Präsentiert von Kulturnews, Vevo, Tonspion.

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L’AUPAIRE (Deutschland)

Musiksüchtig ist Robert Laupert immer schon gewesen. An Instrumenten mangelt es in seinem Umfeld auch nicht. Und doch dauert es geraume Zeit, bis sich Robert in den Multiinstrumentalisten L’aupaire verwandelt. Dieser Weg zur eigenen Stimme, zur eigenen Klangfarbe, ist jedoch ein langer und verschlungener. „Ich hatte dies und das versucht, hatte mich auch für ein Saxofon-Studium in den Niederlanden eingeschrieben.Aber ich hatte keinen Plan, wohin die kreative Reise wirklich gehen soll“, reflektiert L’AUPAIRE, „also kratzte ich mein ganzes Geld zusammen, packte meine sieben Sachen und zog nach Budapest.
 
In eine kleine Wohnung nahe dem angesagten Judenviertel. Um in der selbstgewählten Isolation herauszufinden, wozu ich wirklich Lust habe, was richtig bedeutend für mich ist...“ Eine schwierige Zeit. Eine lehrreiche Zeit. Aber eine ungemein schöpferische. „Denn dort habe ich gelernt, dass für mich ein gewisses Leiden, ein gewisser Schmerz zur kreativen Arbeit grundlegend dazu gehört“, nimmt er den Gesprächsfaden wieder auf, „hätte ich nicht auch schlechte Zeiten durchlebt, hätte ich alles, was ich jetzt tue, nicht so konsequent verfolgen können.“ Und schon fließt es aus seiner Feder, wie ein Wasserfall. Doch viel Schreiben macht noch lange keine CD. 
 
Zurück aus Budapest ist für L’AUPAIRE Live auftreten die Devise. So häufig spielen, wie möglich. Allein 2014 hat L’aupaire über 100 Shows auf dem Zettel. Doch auch veröffentlichungstechnisch bleibt er nicht untätig, es gibt die „Rollercoaster“-EP und das dazugehörige Video. All’ das führt schließlich zu einer Einladung zum South by Southwest (SXSW) Festival nach Austin, Texas. Dies wiederum ist das Sprungbrett für seine Weiterreise nach Los Angeles, wo er auf Mocky trifft, jenen Klangzauberer, der bereits die Musik von Peaches, Feist, Gonzales oder die von Jamie Lidell veredelte. 
„Mocky haben meine Stücke gefallen. Wir haben gemeinsam viel Zeit verbracht und an neuen Liedern geschrieben“, führt L’AUPAIRE weiter aus. So hingebungsvoll, wie L'aupaire jetzt arbeiten und seine Kompositionen weiterentwickeln kann, so sicher führt er die Lieder dahin, dass sie das haben, was hypnotische Stücke brauchen: die Einfachheit des Blues, becircende, vollmundige Melodiebögen des Pop und spannend erzählte Geschichten. Dann wäre da noch diese Wahnsinnstimme irgendwo zwischen Bob Dylan und Tom Waits. 
 
Und die Fähigkeit, seine Lieder aus jeder einzelnen Note heraus explodieren zu lassen und so ein unnachahmliches Klangfeuerwerk zu entfachen. Manchmal muss man einfach bereit sein, lange, verschlungene Wege zu beschreiten, um seine ganz eigene musikalische Stimme zu finden. Die kann und darf dann aber umso lauter erschallen!
 
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Einlass: 19:30
Beginn: 20:15
Abendkasse: 21€/16€ ermäßigt
Vorverkauf: 16€ (Tickets hier)
Fr 25.11. – Lesung: HEINZ STRUNK

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HEINZ STRUNK
 
"Heinz Strunk ist die Dreifaltigkeit der neueren, mit Leiden und Hochkomik aufwartenden Literatur."
– FAZ
 
"Ein todtrauriges Leben in Suff und Unglück, ein großartiges Buch."
– Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

"Strunks Sprache ist präzise und erbarmungslos, aber nie herablassend."
– Ijoma Mangold, Die Zeit
 
"Der goldene Handschu" – Roman

Dieser phantastisch düstere, grell komische und unendlich traurige Roman ist der erste des Autors, der ohne autobiographische Züge auskommt. Ein Strunkbuch ist es trotzdem ganz und gar. Sein schrecklicher Held heißt Fritz Honka – für in den siebziger Jahren aufgewachsene Deutsche der schwarze Mann ihrer Kindheit, ein Frauenmörder aus der
untersten Unterschicht, der 1976 in einem spektakulären Prozess schaurige Berühmtheit erlangte. Honka, ein Würstchen,
wie es im Buche steht, geistig und körperlich gezeichnet durch eine grausame Jugend voller Missbrauch und Gewalt, nahm seine Opfer aus der Hamburger Absturzkneipe „Zum Goldenen Handschuh“ mit. Strunks Roman taucht tief ein in die infernalische Nachtwelt von Kiez, Kneipe, Abbruchquartier, deren Bewohnern das mitleidlose Leben alles Menschliche zu rauben droht. Mit erzählerischem Furor, historischer Genauigkeit und ungeheurem Mitgefühl zeichnet er das Bild einer Welt, in der nicht nur der Täter gerichtsnotorisch war, sondern auch alle seine unglücklichen Opfer. Immer wieder unter-nimmt der Roman indes Ausflüge in die oberen Etagen der Gesell-schaft, zu den Angehörigen einer hanseatischen Reederdynastie mit Sitz in den Elbvororten, wo das Geld wohnt, die Menschlichkeit aber auch nicht unbedingt. Am Ende treffen sich Arm und Reich in der Vierundzwanzigstundenkaschemme am Hamburger Berg, zwischen Alkohol, Sex, Elend und Verbrechen: Menschen allesamt, bis zur letzten Stunde geschlagen mit dem Wunsch nach Glück. 

Der Schriftsteller, Musiker und Schauspieler Heinz Strunk wurde 1962 in Hamburg geboren. Sein Buch "Fleisch ist mein Gemüse" verkaufte sich fast 500.000-mal. Es ist Vorlage eines preisgekrönten Hörspiels, eines Theaterstücks und eines Kinofilms. Auch die darauf folgenden Bücher des Autors wurden zu Bestsellern. 

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Einlass: 19:30
Beginn: 20:15
Eintritt: 21€/16€ ermäßigt (VVK-Tickets hier)
Wiederkehrende Termine
 
1. MAI: Jahresfeier zur Feier der Eröffnung des Lokals FRANZ MEHLHOSE 1911
21. JUNI: Fête De La Musique
2. Woche der Sommerferien: FRANZ MEHLHOSE Ferien Band Projekt
2. ADVENT: FRANZ MEHLHOSE Adventsflohmarkt